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Wanderung Berlin-Bad Wilsnack-Havelberg
Tag 1

Author: Lutz Pietschker
Version: 2011-10-01

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Berlin-Mitte bis Hennigsdorf

Zusammenfassung

Route

Der Weg begann für mich am Märkischen Museum, dem Museum für Berliner Stadtgeschichte. Das hatte mehrere Gründe, vor allem aber steht dort eine Glocke, die einst im Wilsnacker Dom hing. Von dort führt ein kurzer Weg über das Nikolaiviertel und am Rathaus vorbei zur Marienkirche und der Heiliggeistkapelle, den historischen Startpunkten der Pilgerstrecke. Man ist hier im ältesten Teil Berlins, das zur Zeit der Wilsnacker Pilgerfahrten noch die Doppelstadt Berlin-Cölln war.

Weiter geht es mitten durch die Stadt entlang der Oranienburger Straße zur Chausseestraße, die dem Verlauf uralter Straßen nach Nordwesten folgt. Die Straße wechselt mehrfach den Namen und man gelangt schließlich nach Alt-Tegel, wo man die Großstadt verlässt.

Ich wollte nicht die vielbefahrene Straße über Schulzendorf nehmen (Route 1-3c), und die Fähre bei Heiligensee (Route 1-3b) existiert nicht mehr, so dass die historische Route versperrt ist, also setzte ich bei Tegelort über die Havel und wanderte den langen, aber schönen Uferweg von Hakenfelde über Nieder Neuendorf nach Hennigsdorf.

Weitere Informationen

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Tourenbild Mit der U-Bahn zum Start der Reise
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Tourenbild Die Wilsnacker Glocke- gegossen im Jahr 1471
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Tourenbild Der Roland vor dem Märkischen Museum
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Tourenbild Der Museumshafen; die Hochhäuser im Hintergrund stehen auf der Fischerinsel, also auf dem Gebiet des alten Cölln.
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Tourenbild Das Ephraimpalais (1769) und der Berliner Fernsehturm
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Tourenbild Die Nikolaikirche ist heute ein Museum.
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Tourenbild Noch ohne GPS... was nun? ("Allegorie der Wissenschaften")
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Tourenbild Der heutige Berliner Rathaus ("Rotes Rathaus"); unter der Ecke hinten rechts sind die Grundmauern des mittelalterlichen Rathauses.
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Tourenbild Der Berliner Dom, davor der Neptunbrunnen; im Mittelalter war dieser Platz eng bebaut.
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Tourenbild Die Marienkirche
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Tourenbild Das Sühnekreuz für Nikolas von Bernau aus dem Jahr 1345
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Tourenbild Die Heiliggeistkapelle ist heute ein Hörsaal des Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Humboldt-Universität. Na ja, in der Wirtschaft hilft ja manchmal wirklich nur beten...
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Berlin-Mitte

Mit der U-Bahn (U2) kommt man gut zum Märkischen Museum. Hier steht in der Großen Halle die Wilsnacker Glocke, die 1471 für den Wilsnacker Dom gegossen wurde und die nach 1552 auf Geheiß des Kurfürsten Joachim II nach Berlin gebracht wurde, wo sie im ersten Berliner Dom und allen seinen Nachfolgebauten hing. Nachdem sie 1928 zum zweiten Mal gesprungen war, wurde sie vom Museum in letzter Minute aufgekauft und vor dem Einschmelzen bewahrt; ihre Nachfolgerin im Dom heißt Neue Wilsnacker Glocke.
Interessant sind auch die anderen Ausstellungsräume zur Berliner Geschichte, in diesem Zusammenhang vor allem die Stadtpläne und -modelle. Der Museumsbau selbst ist eine Sammlung von "Zitaten" verschiedener Baustile aus der Mark Brandenburg, der Roland vor dem Museum ist eine exakte Kopie des Rolands von Brandenburg an der Havel.

Den weiteren Verlauf dieses kurzen Abschnitts will ich so darstellen, wie ihn ein Wanderer im Jahr 1471 erlebt hätte:

Stadtplan ca. 1600
Stadtplan ca. 1400, nach Memhardt und Adriaan von Müller. 1= Nikolaikirche; 1=Nikolaikirche; 2=Berliner Rathaus; 3=Marienkirche; 4=Kapelle zum Heiligen Geist; 7=Mühlendamm; 8=gemeinsames Rathaus; 9=Petrikirche; 11=Cöllner Rathaus; 12=Spital St. Gertrauden

Hier stehe ich nun, noch außerhalb der Stadt, am sumpfigen Spreeufer vor dem "Kepniksch Thor" am Wege nach Köpenick. Unsere Stadt wurde ja auf einem Spreeübergang gebaut, wo vier Sandhügel es möglich machten, die schweren Kaufmannswagen halbwegs trocken über das Flusstal zu bringen (auf der Cöllner Insel stehen Petrikirche und Rathaus, auf den Berliner Inseln die Nikolaikirche, das Rathaus, und die Marienkirche). Schon vor mehr als 250 Jahren siedelten hier die ersten Kaufleute und befestigten den Spreeübergang, um ein bisschen gegen das wendische Köpenick zu drängeln.

Fünf Tore gibt es in der steinernen Stadtmauer unserer Doppelstadt Berlin-Cölln. Eigentlich sollte ich etwas weiter nach Westen gehen, zum Teltower oder Gertraudentor am Gertraudenhospital (das Spital war so bekannt, dass der Platz noch heute Spittelmarkt heißt); schließlich ist die heilige Gertraud die Schutzheilige der Wanderer (und ihr Standbild steht seit 1896 auf der Gertraudenbrücke).

Ich betrete Cölln aber vom Köpenicker Tor aus, natürlich auch über eine Brücke, denn Cölln liegt auf einer Spreeinsel. Seinen Namen hat es übrigens von den ersten Siedlern, die aus Köln am Rhein kamen. Hier stehen kleine Holzhäuser mit Strohdächern; sie gehören Händlern und Fischern. Aber auch die Petrikirche und das Rathaus von Cölln stehen hier; Berlin hat ebenfalls ein Rathaus, und seit 160 Jahren haben wir auch ein gemeinsames Rathaus auf der Langen Brücke, wo die 18 Herren unseres gemeinsamen Rates tagen, 6 aus Cölln und 12 aus Berlin. Das erstaunlichste Gebäude in Cölln ist aber die Burg an der Spree. Markgraf Friedrich II, der "Eisenzahn", hat sie gebaut, vor zwanzig Jahren wurde sie fertiggestellt, und die Cöllner mussten einen Teil ihrer Stadtmauer und den Turm mit dem "Grünen Hut" dafür hergeben. Als Schiedsrichter hatten wir ihn bestellt, aber das hat er fein gerichtet für sich selbst; selbst die Gerichtsbarkeit, die wir uns vor genau 80 Jahren mit 356 Dutzend Groschen erkauft hatten, hat er uns genommen und den Berliner Unwillen gebrochen. Friedrich ist zwar dahin, aber jetzt ist Herr Albrecht Achilles in der Burg, oder meistens sein Sohn Johann Cicero, und wer weiß, was die uns noch bringen werden mit ihrer ständigen Geldnot. Ja, der brandenburgische Adler lastet noch schwer auf Berlin.

Wappen von Berlin
Das Wappen von Berlin, wie es 1471 aussah

Nun gut, genug geklagt; ich gehe über den Mühlendamm nach Berlin. Die Mühlen an der Spree sind eine gute Einnahmequelle der Stadt, sie haben ja auch das Monopol (und das noch bis in das 19. Jahrhundert). Berlin und Cölln leben vom Handel; hier stoßen Teltow und Barnim fast aneinander, und hier gibt es den einzigen guten Spreeübergang zwischen Spandau und Köpenick. Das Stapelrecht zwingt die Kaufleute, ihre Waren in Berlin anzubieten, und dabei bleibt immer etwas für die Stadt hängen.

Berlin ist wie Cölln von Wasser umgeben, aber der östliche Spreearm ist jetzt zu einem doppelten Stadtgraben erweitert und nicht mehr schiffbar. Ich stehe jetzt am Molkenmarkt, direkt an der Nikolaikirche, die die älteste Berliner Kirche überhaupt ist. Ganz aus Stein gebaut ist sie, und so hoch! Aber sie wurde für Berlin schnell zu klein, schon 50 Jahre nach ihrem Bau begann man, den Neuen Markt anzulegen und die Marienkirche zu bauen; das ist nun aber auch schon wieder 200 Jahre her. Auf dem Weg zur Marienkirche komme ich am Berliner Rathaus vorbei (Reste davon fand man 2011 im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn). Am Kaak neben der Gerichtslaube steht ein Ehepaar, das von Nachbarn wegen Zänkerei angezeigt wurde (diese Gerichtslaube steht heute im Park Babelsberg).

Das alter Berliner Rathaus
Das alte Berliner Rathaus

Die Marienkirche ist gerade wieder ein Bauplatz, seit dem letzten Jahr baut man an einem neuen, größeren Turm für sie (er wurde 1480 fertig). Hinter den Holzstapeln und den Bauhütten sieht man kaum noch das Sühnekreuz am Neuen Markt, das wir vor 130 Jahren aufstellen mussten (es steht heute direkt neben dem Eingang der Marienkirche). Gut, vielleicht hätten wir den Propst Nikolaus von Bernau nicht erschlagen sollen, aber sagt selbst, gehört es sich, ausgerechnet in Berlin vom Leder zu ziehen gegen die Wittelsbacher und für den Papst? Dass er uns Berliner dabei ordentlich gekränkt hat, war auch nicht nötig, aber wenn wir gewusst hätten, dass wir darauf für 20 Jahre mit dem Bann belegt werden, hätten wir ihn vielleicht doch ziehen lassen.

Durch die engen Gassen –in der Nähe des Rathauses stehen sogar Steinhäuser, so reich sind unsere Patrizier inzwischen– gehe ich weiter zum Heiliggeistspital, das schon seit 200 Jahren hier innerhalb der Stadtmauer steht; hier wohnen Alte und Gebrechliche. Auf dem Friedhof zwischen Hospital und Spree stehen drei Linden; der Sage nach sind sie für drei Brüder gewachsen, von denen einer des Mordes angeklagt wurde. Seine Brüder, ebenso unschuldig wie er selbst, bezichtigten sich selbst, um ihn zu retten; als Gottesurteil wurde deshalb für jeden eine Linde mit den Wurzeln nach oben gepflanzt. Aber alle drei wuchsen an, wurden mächtige Bäume und bewiesen die Unschuld der drei Brüder.

Die drei Linden
Die Heiliggeistkapelle und das Spandauer Tor, ca. 1700; 1471 dürfte der Anblick ähnlich gewesen sein, aber mit mehr Holz- als Steinhäusern.

Ich verlasse Berlin nun durch das Spandauer Tor; hier führen Straßen entlang der Spree nach Spandau, nach Nordwesten nach Heiligensee und nach Norden nach Bochzowe (ab 1483 heißt dieser Ort Bötzow, und seit 1652 heißt er Oranienburg). Die Wachen lassen mich problemlos durch- als Pilger bin ich wohlgelitten und stehe unter dem Schutz der Kirche. Die Reise nach Wilsnack kann beginnen!

Die drei Linden
Der Blick zurück von der Straße nach Bochzowe auf das Spandauer Tor.

Was 1471 noch so alles aktuell war:


Tourenbild Stretching im Monbijou-Park
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Tourenbild Die Oranienburger Straße mit der Neuen Synagoge
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Tourenbild Pflasterhase im Wedding
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Tourenbild Nach oben sehen! Die Fassaden der Häuser sind vielfältig und interessant. (Müllerstraße)
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Tourenbild Brillenschlange beim Optiker (Scharnweberstraße)
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Tourenbild Borsigtor und -turm in Tegel, Erinnerungen an die Berliner Schwerindustrie
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Tourenbild Neubauten am Tegeler Hafen; am "Kreuzfahrtterminal" dahinter (Originalbeschriftung) fährt die Ausflugsflotte ab.
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Tourenbild Das Humboldtschloss, von der Parkseite gesehen
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Tourenbild Blick über die Große Malche, eine Bucht des Tegeler Sees
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Tourenbild Die Autofähre Tegelort– drüben ist Hakenfelde
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Durch die Stadt bis Tegel und nach Tegelort

Zurück in die Neuzeit.
Über den Monbijoupark (es gibt dort seit 1959 kein Schloss mehr, dafür eine Kinderbadeanstalt) kommt man zur Oranienburger Straße und dann, am Oranienburger Tor (früher tatsächlich ein Tor in der Zollmauer von 1734, km 2,3), zur Chausseestraße, die dann in einem langen Straßenzug mit den Namen Müllerstraße, Scharnweberstraße, Seidelstraße und Berliner Straße nach Tegel führt.

Dieser Straßenzug liegt auf einem historischen Weg, den schon im Mittelalter alle benutzt haben, die Berlin in Richtung Nordwesten verlassen wollten. Damals führte er an ausgedehnten Wäldern zur Linken und Feldern zur Rechten vorbei, heute ist der ganze Straßenzug eine belebte Geschäftsstraße, die durch die Verwaltungsbezirke Mitte, Wedding und Reinickendorf führt. Tiefpunkt der Strecke ist sicherlich das Stück am U-Bahnhof Schwartzkopfstraße, wo die neue Zentrale des BND gebaut wird; wer das gesehen hat, ahnt, wie unsere Zukunft aussehen könnte (km 4,4).
Man ist hier die ganze Zeit mitten in der Stadt. Wem es zu bunt wird, der kann ab Oranienburger Tor jederzeit in die U-Bahn steigen und ein Stückchen überspringen, die Linie U6 läuft bis Alt-Tegel parallel zu diesem Abschnitt.

Rastmöglichkeiten gibt es überall; wer Gesellschaft mag, kann den Leopoldplatz versuchen (km 6,2), wer es ganz ruhig und friedlich haben will, ist mit dem Friedhof an der Seestraße besser bedient (km 6,9). Restaurants, Imbissbuden und Geschäfte finden sich überall am Weg.

Bei Alt-Tegel (km 14, 1) geht es an das Wasser und ins Grüne. Man kann jetzt (vermutlich der schönere Weg) über Alt-Tegel zu Greenwichpromenade gehen und dann immer am Wasser entlang nach Tegelort, wo die Fähre nach Hakenfelde und Nieder Neuendorf fährt; dabei kommt man auch an der Dorfkirche Tegel vorbei.
Meine Route führte aber durch die Gabrielenstraße am Schloss Tegel (auch als Humboldtschloss bekannt) vorbei; der Abstecher zum Schloss, Grund für meine Routenwahl, war etwas enttäuschend, weil es in Privatbesitz ist und im Park mehr Verbotsschilder als Wege waren. Der Park hat anscheinend auch keinen westlichen Ausgang, das wusste ich vorher nicht. Interessant war allerdings der alte Meilenstein am Eingang zum Schlossgelände (an der Gabrielenstraße), es war der erste, aber bei weitem nicht der letzte Meilenstein dieser Tour.

Wer sich entlang des Ufers schon sehr warmgelaufen hat, der kann sich kurz vor Tegelort im Strandbad Tegel erfrischen (km 18,1).

Die historische Route über Heiligensee ist heute versperrt, weil die Fähre von Heiligensee nach Nieder Neuendorf, die mindestens seit dem Jahr 1313 existiert hat, 1951 stillgelegt wurde. Seltsamerweise taucht sie auch heute noch in einigen Karten und Plänen auf. Man könnte natürlich versuchen, eine Überfahrt privat zu organisieren, und manche Wandergruppen tun das auch; Boote gibt es dort jedenfalls genug.


Tourenbild Der Uferweg bei Nieder Neuendorf ist meistens ein gepflegter Kiesweg.
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Tourenbild Manchmal kann man auf einen Waldpfad direkt am Wasser ausweichen.
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Tourenbild Der Teufelsseekanal ist für Fußgänger und Radfahrer überbrückt.
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Tourenbild Rechts im Bild, schwer zu erkennen: Die (gesperrte) Einfahrt zu Heiligen See, südlich des Ortes Heiligensee
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Tourenbild Der Grenzturm, in dem jetzt Ausstellungen stattfinden
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Tourenbild Es war einmal, es war keinmal,... hier war einmal die Heiligenseer Fähre.
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Tourenbild "Ufer zu Ufer" heißt dieses Kunstwerk nahe der ehemaligen Fährstelle.
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Tourenbild Entweder gibt es hier Biber oder gute Biberimitatoren.
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Tourenbild Die Brücke über den Havelkanal, der erst 1951 zur Umgehung des Westberliner Stadtgebietes gebaut wurde.
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Tourenbild Bombardier löste die AEG und die volkseigenen Nachfolgebetriebe in Hennigsdorf ab.
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Tourenbild Im alten Teil von Hennigsdorf steht die Martin-Luther-Kirche.
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Tourenbild Der erste von einigen gut gepflegten russischen Ehrenfriedhöfen, die man auf dem Weg sieht.
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Tourenbild Der Marktplatz am Ende der Havelpassage
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Tourenbild Der Bahnhof, sein Vorplatz und die Havelpassage wurden in den 1990er Jahren neu gestaltet.
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Nieder Neuendorf bis Hennigsdorf

Mit der Autofähre (km 19,6) setze ich nach Hakenfelde über, am Anleger gibt es wieder ein Gasthaus, den Fährkrug, und direkt hinter dem Fährkrug beginnt der Weg über Nieder Neuendorf nach Hennigsdorf, der inzwischen dank Fußgängerbrücken durchgehend am Ufer der Havel verläuft. Dieser Weg ist meistens ein Schotterweg, teilweise Asphalt, aber man kann auf die Wiese und teilweise auch auf Waldwege direkt am Wasser ausweichen. Entlang dieses Weges gibt es bis zur Brücke über den Havelkanal auch mehrere Badestellen.

Teilweise gehört dieser Weg zum Mauerweg, ein Wachturm ist als Denkmal stehen geblieben (km 24,3). Nur noch wenige Spuren gibt es von der alten Fähre nach Heiligensee (km 25,6), in Nieder Neuendorf ist dort heute eine Anlegestelle für Ausflugsdampfer; die Straßen zur Fähre heißen allerdings auf beiden Havelseiten noch "Fährstraße" buw. "Fährweg".

Hinter der rostigen Brücke über den Havelkanal (km 25,7) beginnt Hennigsdorf. Der Ort begann als Fischerdorf und wurde zur Industriestadt, was auch sein Wappen wiederspiegelt. Das Stahl- und Walzwerk ist aber längst durch modernere Unternehmen ersetzt, an der Spitze vielleicht der Waggonbauer Bombardier Transportation, dessen Werk in direkter Nachfolge der AEG und des VEB LEW steht. Östlich des Bahnhofs haben sich einige wenige Gebäude der alten Ortschaft erhalten. Die moderne Stadt mit dem Einkaufszentrum "Havelpassage" liegt westlich des Bahnhofs; hier wird auch die zweite Etappe der Wanderung beginnen, und wenn Sie diese erste Etappe nicht so sehr reizt, können Sie auch mit der S-Bahn nach Hennigsdorf fahren und die Wanderung direkt hier beginnen.


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