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Wasserwanderung Havel 2011

Author: Lutz Pietschker
Version: 2011-07-30

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Woblitzsee bis Pälitzsee

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Tourenbild Bereit zum Aufbruch, mit einer neuen Packvariante
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Tourenbild Schleuse Wesenberg
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Tourenbild Rast bei Ahrensberg
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Tourenbild Die Enten stellen sich…
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Tourenbild …als Yogagruppe heraus.
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Tourenbild Hausbootfloßflotille im Anmarsch
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Tourenbild So sehen die Dinger aus der Nähe aus (später auf einem Campingplatz)– sicher auch sehr nett als Urlaubsdomizil.
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Tourenbild Die Holzbrücke an der Einfahrt zum Finowsee
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Tourenbild Auch hier noch wenig Eingriffe in die Natur
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Tourenbild Wieder Seerosen, wieder schön
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Tourenbild Gedränge in der Schleuse Strasen
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Tourenbild Einfahrtbake vor schönem Himmel
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Tourenbild Ich bin da, es ist schön, die Wäsche trocknet.
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Tourenbild Dies ist einer der wenigen ebenen Plätze auf diesem Teil des Campingplatzes.
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Tourenbild Schöner Blick aus dem Zelt
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Tourenbild Vater-Tochter-Idylle auf dem Steg
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Tourenbild Die Abendstimmung ist schön…
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Tourenbild …und wird immer schöner.
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TagesrouteHeute geht es weiter, also ist nach dem Frühstück packen und auschecken angesagt, dann wird das Boot beladen und es geht los. Das Wetter ist mehr wolkig als schön, aber trocken, mir passt es gut. Ab hier sieht man jetzt deutlich mehr Motorboote, aber auch mehr Paddler, an der Schleuse Wesenberg schleuse ich mit einer ganzen Gruppe durch (vor den Motorbooten, warum auch immer).

Bei Ahrensberg geht die Havel in den Drewensee über, dort ist ein Restaurantanleger, den ich zusammen mit einigen Enten als Rastplatz benutze. Dort begegnen mir die ersten einer langen Reihe von Hausbootflößen. Die Dinger sind ganz nett, aber auch ganz langsam, deswegen hat man sehr lange was von ihnen, d.h. von ihrem Motorengeräusch. Den Rastplatz beim Fischer am Finowsee überspringe ich (anscheinend bin ich der einzige Paddler, der das tut, der Anleger ist gerappelt voll). Durch ein schönes Stückchen Havel, Wangnitzsee und Priepertsee geht es weiter, ich muss mich entscheiden, wo ich hin will. Eigentlich hatte ich einen Abstecher nach Fürstenberg geplant, aber heute nerven mich meine Probleme mit dem Geradeauslauf gewaltig, woran sicher auch die vielen Motorbootwellen ihren Anteil haben. Ich entscheide mich also, ein Abbruchszenario im Kopf, für einen Kurs entlang meiner Hauptroute und steuere den Campingplatz Pälitzsee (C18) an. Ich bin übrigens sehr erstaunt, was für Ungetüme von Motorboot manche Leute auf diesen Gewässern fahren, nach akuter Armut sehen die nicht aus. Oft sind aber die Kapitäne der größten Boote die nettesten, einige nehmen sogar freiwillig das Gas weg, wenn sie Paddlern begegnen; bei den kleinen Plastikschüsseln sehe ich das seltener.

Bis zum Campingplatz ist es aber noch weit. In der Schleuse Strasen stopfen sich etliche Paddler zusammen mit Hausbooten und Flößen in die Kammer, es ist richtig kuschelig, und vor allem komme ich wieder sofort mit durch. Danach wird es aber richtig anstrengend, es ist jetzt warm und sonnig, der Große und Kleine Pälitzsee wimmeln von Motorbooten, und mich bringt jede Welle aus der Richtung; ich bin sehr froh, als ich am Campingplatz ankomme. Ich finde einen netten Platz zwischen Kiefern direkt beim Kanu- und Hausbootverleih Kandra; das ist leicht, ich bin noch der einzige Wasserwanderer hier, später kommen noch einige wenige Boote an. Zeltbau und Einrichten sind jetzt schon Routine, und ich sichere mir die besten Bäume für meine Wäscheleine. Mir fällt auf, dass ich bisher noch kaum Mücken gesehen habe, auch hier ist alles friedlich, ich kann in Ruhe baden und in der Sonne sitzen.

Das Abendbrot kommt diesmal aus einer Büchse, die ich am Kiosk geholt habe, zugefügt habe ich eigentlich nur viel Chili– mir wird so warm, dass ich beim Essen das Hemd ausziehe. Am Hausbootsteg kann ich mein Tagebuch schreiben, für morgen planen, lesen und dabei die Beine ins Wasser baumeln lassen. Es ist unbeschreiblich ruhig und schön.
Als Lektüre dient mir jetzt das Manual of Detection von J. Berry, ein sehr skurriles Buch, prächtig geschrieben. ("At home Unwin went about in his socks. […] To glide with sock-swaddled feet over a world of glossy planes: that would be a wondrous thing! But Unwin's appartment was smallish at best, and the world is unkind to the sholess and frolicsome.")

Abends schmeiße ich mein kleines Knopf-im-Ohr-Radio an und höre den Bericht von der Frauen-Fußball-WM, Deutschland gegen Japan. Als in der Verlängerung das 1:0 für Japan fällt, schalte ich ab und schlafe mühelos ein.


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