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Wasserwanderung Märkische Umfahrt 2014

Author: Lutz Pietschker
Version: 2014-05-30

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Die Märkische Umfahrt

auch als auch Dahme-Spree-Umfahrt bekannt. Zusammenfassung:

Streckenübersicht, Kartenbild  Streckenübersicht, Luftbild

Diese Wanderung war die erste Aktion meines Vorruhestandes und gleichzeitig meine erste Fahrt mit einem Canadier, nämlich einem Ally Pathfinder-Faltcanadier. Die unbekannten Faktoren waren also Gewässer, die ich kaum kannte (aber nicht sehr verschieden von denen im Norden Berlins, auf denen ich mich auskenne), fehlende Erfahrung mit Boot und Stechpaddel und, wie sich herausstellte, eine ziemlich veraltete Karte- zwischen 2009 und 2014 hatte sich mehr getan, als ich für möglich gehalten hätte, dazu aber später mehr. Die übrige Ausrüstung war erprobt; wie üblich, habe ich aber auch diesmal zu viel Kram mitgeschleppt. Ich war übrigens wieder solo unterwegs.

Die Fahrt hat großen Spaß gemacht. Ich habe viel gesehen, viel Ruhe gefunden und nette Menschen kennengelernt. Dass die Etappen deutlich länger wurden, als ich mir vorher gedacht hatte, hing mit Planungsfehlern und dem Wetter zusammen; aus geplanten 20 km pro Tag wurden im Schnitt fast 27, was für mich pro Tag ca. 2 h Paddeln "zu viel" –mit etwas Mühe, aber ohne viel Konzentration– bedeutet hat. Das war auf einigen Etappen schade, weil mir so ein bisschen von der Landschaft verloren ging oder zu wenig Zeit war, sich näher mit der durchfahrenen Gegend zu befassen. Am Ende standen aber jeweils schöne Rastplätze oder Quartiere und das tägliche Aufbauen, auspacken, rumpusseln und optimieren, das ich irgendwie erholsam finde, das aber zugegebenermaßen eher introspektiv als lehrreich ist. Na, es ist ja alles vor der Haustür, mehr lernen kann ich später immer noch. Wetter? Ja. Sechs Tage knallige Sonne, zwei Tage mäßiger bis heftiger Regen, die Regentage aber optimal in die Fahrt und die Unterkunftsmöglichkeiten eingepasst und daher mehr als Erlebnis einzustufen denn als Ärgernis. Glück gehabt.

Die Abschnitte der Wanderung:

  1. Berlin-Britz bis Zeuthen (22,7 km)
  2. Zeuthen bis Prieros (24 km)
  3. Prieros bis Neuendorf am See (27,9 km)
  4. Neuendorf am See bis Trebatsch (23,9 km)
  5. Trebatsch bis Neubrück (29,8 km)
  6. Neubrück bis Fürstenwalde (25 km)
  7. Fürstenwalde bis Erkner-Jägerbude (31,3 km)
  8. Erkner-Jägerbude bis Berlin-Britz (30 km)

Weitere Informationen:

Tipps:

Planung

Die war einfach. Ich hatte 11 Tage Zeit und hatte bereits alle Karten; ansonsten fährt man, so lange man Lust hat.
Denkste. Mein "Jübermann" war 5 Jahre alt, in denen viel passiert war, und die Broschüre des Tourismusverbandes hatte ich kurz vor der Fahrt zwar entdeckt, aber nicht ernst genommen; das PDF lag zu Hause auf der Festplatte rum. Also fährt man notfalls auch etwas weiter, als man Lust hat, nämlich bis ein Quartier auftaucht, das noch existiert. Da aber immer etwas auftauchte, war das kein Problem, auch Dank der Hilfe freundlicher Einheimischer. Es ist schwer, in Brandenburg wirklich verschollen zu gehen.

Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum– den Spruch mochte meine Chefin zwar nicht, er trifft aber immer wieder zu. In diesem Fall führte schlechte Planung zu längeren Etappen, die mir letztlich einen vollen Tag Dauerregen erspart haben. Na bitte. Es geht auch ohne Planung.

Das Boot…

…war neu für mich. Erstens sowieso (gebraucht gekauft im April 2014), und zweitens ist es ein Canadier, und meine Stechpaddelerfahrung war vor der Fahrt exakt Null. Kurz gesagt: Es war ein Erfolg, und ich war rundherum zufrieden. Als Paddel hatte ich mir ein "Beavertail für Schwachärmchen" zugelegt (Grey Owl Tenderfoot) und ein Gatz-Plastikpaddel als Reserve und "fürs Grobe", z.B. bei sehr flachem Wasser und in Ufernähe.

Wie zu erwarten, lässt sich das Gepäck superleicht verstauen. Auf dem folgenden Bild wirkt es unordentlicher, als ich es gerne hätte, aber nach einem halben Regentag liegt etliches zum Trocknen rum. Das das Zeug lose und offen herumliegt, zeigt immerhin, dass ich zu diesem Zeitpunkt (Tag 5) nicht mehr ernsthaft daran glaubte, mit dem Boot kentern zu können. Es ist einfach mords(end-)stabil.

Ally Pathfinder mit Beladung

Details:

Mehr über das Boot steht hier.

Zur ersten Etappe der Fahrt


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